„Vibe Coding“ ist das Wort des Jahres in der Entwicklerszene: Du beschreibst in natürlicher Sprache, was du bauen willst – und die KI schreibt den Code. Klingt zu gut um wahr zu sein? Ist es nicht. Aber es gibt Fallstricke.
Was ist Vibe Coding genau?
Der Begriff bezeichnet den Ansatz, KI-Modelle wie Claude Code über natürliche Sprache zu steuern, statt selbst Code zu schreiben. Der Nutzer gibt die Richtung vor, die KI übernimmt die technische Umsetzung. Laut Anthropic wurde Claude Code während der Weihnachtsferien 2025 viral – vor allem weil viele Nicht-Entwickler zum ersten Mal die Zeit und das Werkzeug hatten, eigene Ideen umzusetzen.
Was funktioniert gut?
- Kleine, abgeschlossene Skripte und Tools
- Prototypen und MVPs in vertrauten Technologien
- Automatisierungsaufgaben (z. B. Dateiverarbeitung, API-Anbindungen)
- Frontend-Seiten mit klar beschreibbarem Layout
Wo es schwierig wird
Vibe Coding ist kein Ersatz für technisches Verständnis, sobald Projekte größer werden. Ohne ein grundlegendes Verständnis von Architektur, Fehlersuche und Sicherheit entstehen schnell fragile Projekte. Das Modell trifft Entscheidungen – und du musst wissen, ob sie gut sind.
Meine Erfahrung
Ich nutze Vibe Coding für das Bootstrapping neuer Ideen. Wenn ein Konzept funktioniert, baue ich es sauber aus. Wenn nicht, war der Aufwand minimal. Es ist ein hervorragendes Werkzeug zum Experimentieren – aber kein Ersatz für echtes Handwerk.